Devisenhandel und die Steuer

Der nachfolgende Artikel ersetzt die Beratung eines Steuerberaters oder sonstigen zuständigen Behörde, Anwalt nicht. Ein Steuerberater ist auf jeden Fall hinzuzuziehen. Dieses Beispiel bezieht sich auf Deutschland und sonst kein anderes Land (Österreich, Schweiz usw.)

 

Die Frage, zur Besteuerung des Devisenhandels ist mit Ja zu beantworten. Das Stichwort lautet Abgeltungssteuer.
Der Devisenhandel ist ein Veräußerungsgeschäft und der daraus entstehende Gewinn muss versteuert werden. In Deutschland unterliegen alle Gewinne, auch die aus Forex Trading der Einkommenssteuer. Der Gewinn ist steuerpflichtig und muss vom Anleger, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat, normal versteuert werden.

Die anfallende Steuer.

Wie bei allen Kapitalerträgen werden auch aus dem Trading Ertragssteuern in Höhe von 25 % erhoben. Die Bemessungsgrundlage ist der Gewinn, der steuerpflichtig ist und aus dem Forex Trading entsteht.
Hinzu kommt in der Regel noch der Solidaritätsbeitrag in Höhe von 5,5 %. Der Solidaritätszuschlag wird nicht vom Gewinn berechnet, sondern von der Gewinnsteuer. Ist der Anleger Mitglied einer Kirche, die Kirchensteuer erhebt, so muss er auch diese zahlen. Die Kirchensteuer wird auch von der Ertragssteuer erhoben.

Beispiel: Der Anleger erwirtschaftet 1000,00 Euro Gewinn.
25 % Ertragssteuer sind: 1000 * 0,25 = 250,00 Euro
5,5 % Solidaritätsbeitrag sind: 0,055 *250,00 = 13,75 Euro.
Eventuell Kirchensteuer von 8 %: 0,08 * 250,00 = 20 Euro.
Auf den Gewinn entfallen: 283,75 Euro Steuern.

Der Pauschalbetrag.

Der Sparer-Pauschalbetrag, der jedem Steuerpflichtigen gewährt wird, der Einkünfte aus Kapitalvermögen hat, beträgt 801,00 Euro bei einer Einzelveranlagung und 1602,00 Euro bei Zusammenveranlagung.
Der Sparer-Pauschalbetrag mindert den Gewinn, um die Höhe in der er gewährt wird.
Beispiel: Ein Anleger, unverheiratet und somit nicht zusammenveranlagt, muss für das Jahr 2012 eine Steuer auf Gewinne aus dem Forex Trading in Höhe von 600,00 Euro zahlen. Nach Abzug des Sparer-Pauschalbetrags ist er steuerfrei.

Die Erhebung und Abführung der Kapitalertragssteuer.

Hat der Broker seinen Sitz in Deutschland, ist er verpflichtet die Abgeltungssteuer zu erheben und sofort an das Finanzamt abzuführen. Die Ertragssteuer ist eine Quellensteuer, da sie am Entstehungsort erhoben wird. Wird die Position glatt gestellt, erfolgt der Abzug des Steuerbetrags durch den Broker. Das vereinfacht die Steuererklärung erheblich und der Anleger muss keine Beiträge aus dem Gewinn nachzahlen. Ein Nachteil ist es, dass der ausbezahlte Gewinn durch die Steuerzahlungen verkleinert wird.

Der Wohnsitz.

Broker haben oft ihren Wohnsitz im Ausland. Das ist für die Steuererhebung unerheblich. Wichtig ist, wo der steuerpflichtige Anleger seinen Wohnsitz hat. Ist der in Deutschland, unterliegt er unbeschränkt der deutschen Steuergesetzgebung.
Der Unterschied, der entsteht, wenn der Broker seinen Standort im Ausland hat, besteht darin, dass er die Steuer nicht erheben und ans Finanzamt überweisen muss. Das ist in dem Fall Pflicht des Anlegers.

Das zahlen der Steuer lässt sich natürlich nicht umgehen. Natürlich müssen auch die gewinne die man bei eToro macht versteuern. Verluste werden hingegen nicht versteuert. Im falle er Einführung einer Finanztransaktionssteuer (Tobin Tax) werden die Steuern auf den Umsatz fällig. Was bedeutet, dass man bei einem Kursgewinn/verlust steuern zahlen muss.

 

 

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