Was ist Devisenhandel

Es gibt verschiedenste Währungspaare z. B. Euro/Dollar, Japanisch-Yen/Dollar, Yuan/Dollar usw., nehmen wir zur Veranschaulichung EUR/USD. Dieses Währungspaar hat einen Wert von z.B. 1.3789. Das bedeutet, wenn der Kurs bei 1.3789 steht, dass 1 Euro genau 1.3789 US-Dollar entspricht. Wenn sich jetzt der Wert einer der beiden Währungen verändert, entstehen sogenannte Kursschwankungen. Und von diesen Kursschwankungen kannst du profitieren.

Um im Devisenhandel Geld zu verdienen, musst du dich erst bei einem Broker anmelden. Die Anmeldung erfolgt meist kostenlos und viele Broker bieten ein Demokonto an, in dem du mit Spielgeld das Forex Trading üben kannst. Nachdem du dich angemeldet hast, kannst du direkt loslegen. Es gibt zwei Richtungen für die du dich entscheiden kannst. Entweder du kaufst einen Anteil und steigst long ein, wenn du denkst der Wert steigt, oder du verkaufst einen Anteil und steigst short ein, wenn du denkst, dass der Wert sinkt.

Angenommen du kaufst mit einem Betrag den du selbst bestimmen kannst (z.B. 100€) Anteile an EUR/USD zu einem Kurs von 1.3789. Steigt der Wert auf z.B. 1.39, ist das eine positive Veränderung von etwa 0,8%. Wenn du deine Anteile jetzt verkaufst, sind sie 0,8% mehr Wert. Bei einem Einsatz von 100€ würde das einem Gewinn von 80 Cent entsprechen. Dann gibt es aber noch den sogenannten Spread. Das ist ein bestimmter Prozentsatz deines Einsatzes, den dein Broker bekommt. Wenn du Anteile kaufst und der Wert steigt, muss erst dieser Prozentsatz überwunden werden, um Gewinne zu erzielen. Kaufst du Anteile und der Wert sinkt, machst du Verluste. Ein Schutz gegen große Verluste bietet die StopLoss Funktion. Wenn der Wert auf den StopLoss Wert fällt den du selbst festgelegt hast, werden deine Anteile verkauft um größere Verluste zu vermeiden.

Du musst beachten, dass ich dieses Beispiel zur Veranschaulichung ohne Hebel aufzeige. Da die Schwankungen im Devisenhandel vor allem für das Daytrading oft zu gering sind, stellt der Broker einen Hebel zur Verfügung. Man hinterlegt eine Margin (Sicherheitseinlage) mit dieser Margin kauft der Broker z. B. für 1 Lot 100 000 Einheiten der Standardwährung. Wenn sich der Kurs gegen dich bewegt und deine Sicherheitseinlage nicht mehr reicht gibt es ein Margin Call. Der Broker signalisiert dir entweder mehr Margin zu hinterlegen oder die Position wird aufzulösen. Bei starken Kursschwankungen kannst du so auch mehr verlieren als du eingezahlt oder an Margin hinterlegt hast. Diesen Fehlbetrag musst du begleichen.

Wenn du feststellst, dass der Wert eines Kurses sinken wird, verkaufst du Anteile zu einem höheren Preis und kaufst sie zu einem niedrigeren Preis wenn der Kurs gefallen ist. Aber auch hier kannst du Verluste machen, wenn der Kurs steigt.

Wichtig! Bevor du anfängst mit echtem Geld Devisenhandel zu betreiben, solltest du dich gründlich über dessen Risiken informieren und auf jeden Fall vorher mit einem Demokonto üben und viel darüber lernen! Auch ist der Devisenhandel oft im Islam nicht erlaubt.

 

 

 

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